Zetschin

Ungefähr 2 km ostwärts von Weißensulz grüßte das am Zetschiner Bach gelegene Dörfchen Zetschin von einer Anhöhe ins Radbusatal.

Im Jahre 1408 erstmals genannt, dürfte der Ortsname, wie Prof. Dr. Schwarz vermutet, von einem Tschetsch oder ähnlich herrühren.

1789 wies der Ort Zetschin 19 Nummern auf. 1839 meldete ihn Sommer mit 22 Häusern und 111 deutschen Einwohnern, nach Weißensulz eingepfarrt. 1913 zählte Zetschin 29 Häuser und 174 Einwohner. Die einklassige Volksschule war früher eine Expositur zur Schule in Weißensulz und hatte 1913 50 Kinder.

Der Rindviehzuchtverein zählte 1913 37 Mitglieder.

Das Flächenausmaß der Gemeinde Zetschin bezifferte sich 1937 auf insgesamt 292,38 ha. Davon waren 148,74 ha Äcker, 38,35 ha Wiesen, 13,13 ha Weiden, 80,01 ha Wald und 1,45 ha Gärten. Die Einwohnerzahl vom 17. Mai 1939 betrug 145.

Josef Bernklau