Worowitz

Das Dörflein Worowitz lag 4 km nördlich von Bischofteinitz unterhalb der 502 m hohen Erhebung "Auf der Wacht",  direkt an der von Bischofteinitz kommenden und nach Kladrau und Mies führenden Straße Nr. 352.

1312 erstmals erwähnt, zählte der Ort 1587 14 Höfe und gehörte zur Herrschaft Bischofteinitz, dessen darnaliges Urbar u. a. auch schon die Hofnamen Philipp und Stua(n)bauch nannte. Schaller führte 1789 "Worobitz" mit 21 Nummern an, und 1839 wies Worowitz sogar 23 Häuser mit 164 Einwohnern auf. Letztere hatten 1813 einen weithin sichtbaren Schüttboden für 1000 Gulden errichtet, welcher allerdings später wieder abgebrochen wurde. Erstaunlicherweise nahm in der folgenden Zeit nicht nur die Bevölkerung des Ortes ab, sondern auch die Häuserzahl, so daß 1939 nur 19 Hausnummern mit 115 Ein- wohnern vorhanden waren.

Das Flächenausmaß der Gemeinde betrug 1937 insgesamt 272,84 ha und verteilte sich auf 194,11 ha Äcker, 27,14 ha Wiesen, 6,30 ha Weiden, 32,33 ha Wald und 1,43 ha Gärten.

Kirchlich gehörte Worowitz zu Bischofteinitz, wohin auch die Toten bestattet wurden. Im Ort selbst stand eine kleine Kapelle am südlichen Ortseingang, und zwar unweit der Wegabzweigung nach Webrowa.

Die gleichfalls am südlichen Ortseingang linkerhand gestandene Volksschule dürfte um 1850 erbaut worden sein und bestand bis 1939, wo sie infolge Lehrermangels geschlossen werden mußte. Damit wurden die Worowitzer Schulkinder nach Webrowa eingeschult.

Die Feuerwehr wurde während des zweiten Weltkrieges gegründet und mit einer Motorspritze ausgerüstet. Wie vielfach auch anderorts, diente der Ortsteich als Löschteich.

Worowitz hatte früher 2 Gasthäuser, zuletzt 1. Von den 19 Hausbesitzern waren 13 größere Bauern und 6 kleinere Landwirte mit Nebenerwerb als Maurer, ferner auch 1 Schmied.

Im ersten Weltkrieg fielen von Worowitz 3 Mann, im zweiten blieben 6 (5 Gefallene und 1 Verrnißter), während 3 weitere vermutlich 1945 umgekommen sind.

Josef Bernklau nach Josef Konopik