Wistersitz

Der Ort Wistersitz, knapp 3 km südsüdwestlich von Weißensulz gelegen, wurde im Jahre 1596 erstmals erwähnt. Die Deutung des Ortsnamens lautet "Gießbach".

1789 zählte Wistersitz, zur Fideikommißherrschaft Heiligenkreuz gehörig, schon 36 Nummern. Schaller schrieb: "In diesem Dorf fängt der Böhmerwald oder Harzwald, Silva Hercinia, an." 1839 nannte uns Sommer den Ort mit 26 Häusern und 208 Einwohnern, 1913 Liebscher mit 49 Häusern und 292 Einwohnern. 1939 wies er 318 Einwohner auf.

Das Flächenausmaß betrug 1937 insgesamt 422,63 ha und verteilte sich auf 134,08 ha Äcker, 77,34 ha Wiesen, 41,38 ha Weiden, 155,43 ha Wald und 1,95 ha Gärten.

Die Ortsgruppe des Deutschen Böhmerwaldbundes wies 1913 49 Mitglieder auf, der Feuerwehrverein 33. Der Ort besaß damals eine Volksschule mit 71 Kindern, wohin auch Sichdichfür eingeschult war. Eingepfarrt war er nach Heiligenkreuz.

Josef Bernklau