Wassertrompeten

1379 erstmals ins Licht der Geschichte tretend, wies das etwa 10 km nördlich von Bischofteinitz gelegene Wassertrompeten zwei Mundartnamen auf, nämlich "Wässtramäin" und "Wässatrompätn".

Während der böhmische Name "Scharfes Schwert" laut Schaller auf eine Schlacht Bezug nehmen soll, die hier angeblich in früheren Zeiten gegen die Deutschen stattfand, soll der deutsche Name Wassertrompeten aus dem 30jährigen Krieg herrühren, in welchem hier ein Lager gewesen und das Zeichen zum Tränken an dem einzigen Brunnen der Gegend mit einer Trompete gegeben worden sein soll. Andere Quellen wiederum wußten zu berichten, daß man früher gemeinsam das Wasser von dem südlich des Ortes gelegenen und ob seines klaren Wassers aus der Kuckelbachquelle besonders auch den Badelustigen bekannten "Teinitzer Weiher" holte und eine Trompete zum Wasserholen rief.

1587 zählte Wassertrompeten, das schon 1542 bei der Herrschaft Zetschowitz genannt wurde, 15 Höfe, 1789 20 Nummern, 1839 23 Häuser mit 151 deutschen Einwohnern, 1913 betrug die Zahl der Häuser 25, die der Einwohner 157, 1939 hatte Wassertrompeten nur 135 Einwohner.

Das Flächenausmaß der Gemeinde wies nach dem Stande von 1937 insgesamt 448,83 ha auf, welche sich auf 323,83 ha Äcker, 35,59 ha Wiesen, 26,33 ha Weiden, 46,85 ha Wald und 2,99 ha Gärten verteilten. 1587 wies der Ort bereits eine Schenke auf, in welcher Zetschowitzer Bier ausgeschenkt wurde. Folgende Hofnamen waren zu finden, die sich bis zum Jahre 1946 im Ort hielten: Steffl, Ruschka, Soukupp, Gosla, Zischka.

Eingeschult war Wassertrompeten nach Großmallowa, eingepfarrt nach Hochsemlowitz, wohin auch die Toten beerdigt wurden. Mitten im Ort stand das Herz-Jesu-Kirchlein, Ziel vieler Gläubiger am Herz-Jesu-Fest.

Josef Bernklau