Tschernahora

Das Dörflein Tschernahora, etwa 3 km nordostwärts von Weißensulz aus einem Talkessel grüßend, lag zu Füßen des 660 m hohen gleichnamigen Berges und wurde im Jahre 1413 erstmals genannt. Wörtlich übersetzt würde der Name "Schwarzer Berg" heißen oder der Ort richtiger "Schwarzenberg".

1789 zählte die Siedlung, zum Gut Hostau und damit zur Herrschaft Trauttmansdorff in Bischofteinitz gehörig, 15 Nummern. 1839 berichtete Sommer, daß Tschernahora 17 Häuser mit 111 deutschen Einwohnern aufweist und nach Weißensulz eingepfarrt war. 1913 zählte das Dorf 22 Häuser und 121 Einwohner, bei der Volkszählung 1939 waren es jedoch bloß 101 Bewohner.

Das Flächenausmaß der nach Zetschin eingeschulten Gemeinde betrug 1937 insgesamt 498,31 ha. Davon waren 86,51 ha Äcker, 42,91 ha Wiesen, 9,19 ha Weiden, 349,27 ha Wald.

1991 wurde in Tschernahora die Ortsgruppe des Bundes der deutschen Landjugend gegründet, die sich der Bezirksgruppe Haid anschloß und 1925 an der Jahrtausendfeier der Burg Pfraumberg teilnahm.

Josef Bernklau