Schnaggenmühl

Wie schon der Name verrät, verdankte Schnaggenmühl seine Gründung einer Mühle, die 1696 erstmals erwähnt wurde. Es lag ganz im Wald versteckt am Quellbach der Radbusa in 590 m Höhe, 2 km südlich von Waier und etwa 1 km nördlich von Neid.

Die Erbauung weiterer Häuser dürfte in den 1770er Jahren erfolgt sein. 1839 hat Schnaggenrnühl bereits 6 Häuser und 28 Bewohner. 1846 erbaute der Müller Strenzl die kleine Ortskapelle.

1921 wies Schnaggenmühl 7 Häuser und 43 Einwohner auf und gehörte zur Gemeinde Neid. Die Schulkinder besuchten seit 1789 die Schule in Waier, seit 1909 die Expositur in Neid.

Infolge schlechter Geschäfte und Baufälligkeit blieb die Mühle stehen. Der Name Schnaggenmühl oder mundartlich "Schnognmühl" dürfte anfangs scherzhaft gebraucht worden sein, bis er schließlich amtlich wurde.

Josef Bernklau nach Johann Micko