Schlewitz

Schlewitz, 1379 erstmals genannt, lag 8 km nordnordöstlich von Bischofteinitz in einem sanften Tal und war das einstige Stammhaus der Ritter Schlowitzky von Schlewitz, deren Geschlecht laut Schaller im 17. Jahrhundert erlosch.

1587 als Gut erwähnt, kam Schlewitz 1780 vom Freiherrn Rudolf von Geisau an die Herrschaft Bischofteinitz. 1789 hatte Schlewitz 8 Nummern, 1839 15 Häuser mit 92 Einwohnern und gehörte zum Allodialgut Putzlitz, während Liebscher berichtete, daß das Gut Putzlitz 1456 den Brüdern Tobias und Stephan von Schlewitz gehörte.

Das Flächenausmaß des nach Potzowitz eingerneindeten Dörfleins betrug 1937 insgesamt 147,68 ha und verteilte sich auf 91,84 ha Äcker, 12,92 ha Wiesen, 6,37 haweiden, 30,87 ha Wald. 1939 hatte Schlewitz 18 Nummern mit 104 Einwohnern.

Im ersten Weltkrieg fielen 3 Schlewitzer, im zweiten 5 Heimatsöhne.

Der nach Mogolzen eingepfarrte und eingeschulte Ort besaß ein Gasthaus. Die Einwohner ernährten sich in der Hauptsache von der Landwirtschaft, einige Männer waren auch als Handwerker tätig. Der nach dem ersten Weltkrieg nach Brasilien ausgewanderte Georg Wollena konnte sich dort mit seinem Vater und den Geschwistern eine eigene Autofabrik aufbauen.

Josef Bernklau unter Mitarbeit von Josef Wolla