Pscheß

Der Ort Pscheß, etwa 7 km nordostwärts von Hostau gelegen und mit dem Dörfchen Sichrowa eine Gemeinde bildend, tauchte 1379 erstmals ins Licht der Geschichte.

Der Chronist Schaller zeigte 1789 für Pscheß bereits 21 Nummern auf. 1839 war das nach Melmitz eingepfarrte Dörflein auf 23 Häuser mit 170 deutschen Einwohnern angewachsen, 1913 zählt es ebenfalls73 Häuser und 121 Bewohner. 1939 waren in Pscheß 24 Häuser und 93 Einwohner.

Im zweiten Weltkrieg blieben 11 Heimatsöhne vor dem Feind.

Das Flächenausmaß der Gemeinde (wobei Sichrowa eingeschlossen ist) wies 1937 insgesamt 266,22 ha auf und verteilte sich u. a. wie folgt: 164,65 ha Felder, 42 ha Wiesen, 12,82 ha Weiden, 34,69 ha Wald, 4,24 ha Gärten.

Eingepfarrt und eingeschult war Pscheß, aus dem der kernige Volkspfarrer Johann Knarr (zuletzt in Kschakau stehend) stammte, nach dem 2 km entfernten Melmitz.

Josef Bernklau unter Mitarbeit von Johann Bäurnl