Kotzoura

Das etwa 3 km nordnordwestlich von Bischofteinitz, auf etwa 390 m ü.M. am Spiegel- bzw. Kschakauerbach liegende Dörfchen Kotzoura trat im Jahre 1539 ins Licht der Geschichte mit der Bezeichnung „Koczaurowa“ und gehörte früher zu Horschau, dürfte aber schon in vorhussitischer Zeit gegründet worden sein. Der in Böhmen häufig vorkommende Ortsname leitet sich ab von „der Besitz eines Kocour=Katers“.

Im Urbar der Herrschaft Bischofteinitz-Zetschowitz zählte der Ort 1587 bereits 10 Höfe. Die Hofnamen Janousch bzw. Ganousch und Naprank bzw. A(n)prank = Freihof hielten sich seit dieser Zeit bis zum Jahre 1946.

1789 zählte Kotzoura 18 Nummern, 1839 ebenfalls noch 18 Häuser mit 126 deutschen Einwohnern, war nach Bischofteinitz eingepfarrt und hatte abseits eine große obrigkeitliche Ziegelhütte. 1887 zerstörte ein Feuer einen großen Teil des Dorfes, doch schon 1913 hatte Kotzoura wieder 18 Häuser mit allerdings nur 91 Einwohnern, eine fürstliche Ziegelei und abseits auch eine Wasenmeisterei. Eingeschult war es nach Horschau.

Das Flächenmaß der Gemeinde Kotzoura betrug 1937 insgesamt 437,04 ha und verteilte sich auf 176,02 ha Äcker, 28,97 ha Wiesen, 11,86 ha Weiden, 204,84 ha Wald, 1,47 ha Gärten.

Nach Josef Bernklau