Horouschen

Die Ortschaft Horouschen lag etwa 2 km südöstlich von Hostau, zu dessen Kirchsprengel sie seit 1784 gehörte. Vorher war es nach Muttersdorf eingepfarrt. Horouschen in amtlichen Unterlagen auch „Horauschen“ oder „Harouschen“ genannt war nach Schlattin eingemeindet.

Horouschen ist 1379 erstmals (lt. E. Richter) als „Horuss“ erwähnt. 1388 kam der Ort mit Muttersdorf, Hostau, Ostrow (Wasserau), Gramatin und Hassatitz in den Besitz von Raczek von Hostau.

Zu Fuß war Horouschen von Hostau aus auf einem Fußwege entlang des Altbaches und mit Fahrzeugen von der „Ronsperger Straße“ aus von Süden her zu erreichen. Die nächste Eisenbahnstation war der Muttersdorfer Bahnhof (etwa 700 m entfernt). Westlich war die Flur von der Eisenbahnstrecke Plan - Taus und vom Altbach begrenzt und im Osten von den Ausläufern des Althütten-Berges (527 m). Die Bevölkerung lebte fast ausschließlich von der Landwirtschaft, trotzdem hatten einige Einwohner nebenbei auch noch andere Berufe.

Im ersten Weltkrieg waren 5 Gefallene zu beklagen, im Zweiten Weltkrieg 3 Gefallene und 7 Vermißte.

Nach Josef Ries, Josef Prokosch und Maria Prokosch