Hlas (Meierhof)

Der etwa 3 Straßenkilometer fast südlich der Kreisstadt Bischofteinitz liegende Meierhof Hlas gelangte unter Wilhelm Graf Popel von Lobkowitz zur Stadt Teinitz. Mittels der am Freitag nach Fronleichnam des Jahres 1593 ausgestellten Urkunde gestattete Graf Popel der Stadt Teinitz, den Meierhof Hlas, den seine Mutter, Elise von Roggendorf, käuflich erworben hatte, als ihr Eigentum zu betrachten. Dafür hatten die Teinitzer allerdings von jedem Gebräu Weißbier ein festgesetztes Maß Treber, von jedem Gebräu Gerstenbier einen Geldbetrag an ihn abzuführen (Urkunde im Teinitzer Stadtarchiv).

Hlas muß aber vorher bereits ein eigenes Dorf gewesen sein, weil Liebscher berichtet, daß die Stadt Bischofteinitz 1468 im Einvernehmen mit dem Herrschaftsbesitz Dobrohost das öde Dorf Hlas an die Gemeinde Dobrowa für 30 Schock Groschen ver- kaufle.

1789 wird der Hof mit „Laas“ bzw. „Hlas“ erwähnt. Das slawische „laz“ bedeutet nach Dr. Richter einen unangebauten, gerodeten Ort. 1839 hatte Hlas 6 Häuser mit 50 Einwohnern und war nach Bilsowa eingepfarrt, 1913 wies Hlas 6 Häuser mit 79 Bewohnern auf und besaß auch ein Forsthaus und eine Abdeckerei.

Josef Bernklau