Franzelhütte

Franzelhütte zählte 25 Hausnummern mit 136 Einwohnern, war nach Eisendorf eingemeindet und lag 3 km südlich von Eisendorf mitten im Wald, hart an der bayerischen Grenze. Während die Straße über Eisendorfhütte führte, konnte man über den Drachselberg oder durch den Hohlweg eine schöne Fußwanderung dorthin machen.

Einige Kleinbauern und Häusler bewirtschafteten die wenigen gerodeten Felder, die vor 200 Jahren nach dem Holzabschlag entstanden. Holz brauchte man zur Feuerung der Glashütte, die erst 1741 durch Elias Zahn gegründet wurde.

Den Namen erhielt der Ort nach der Besitzerin Franziska Zucker von Tamfeld.

In der Glashütte wurden neben Tafelglas auch Perlen (Paterla) für Lusterbehang erzeugt. Vom Belegen der Spiegel stammt der Hausname "Blecha". Im "Blecha-Häusl" wohnte der aus Schönsee zugezogene Glasmacher und Spiegelbeleger Dimpl, der sich in Eisendorf Nr. 63 ankaufte. Schon 1797 wurde die Glashütte stillgelegt.

Im Jahre 1893 erhielt Franzelhütte eine Schulexpositur zu Eisendorf. Franzelhütte war ein beliebter Ausflugsort, besonders auch von Bayern her. Man wanderte gerne zum Stampfl -Toni, Anton Grundler, der ein beliebter Gastwirt und Zitherspieler war.

Der zweite Weltkrieg forderte 4 Opfer.

Karl Dimpl