Bernstein

Die Anfänge des 2 km südwestlich von Waier in 680 m Höhe am Eisenberg und etwa 1 km von der bayrischen Grenze entfernt gelegenen Dörfleins Bernstein, dessen Name wohl auf einen hier bei einem Felsstein erlegten Bären zurückgeht, dürften wohl in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges datiert werden. Die erste Nennung des Ortes hieß auch „zum Bernstein“.

1670 gründete Leopold Konstantin von Wiedersperg auf Wasserau hier einen Hof. Mindestens 2 Häuser aber dürften schon wesentlich früher existiert haben. 1775 besaß die Herrschaft in Bernstein eine Flußhütte mit Pottaschenproduktion.

1785 zählte man bereits 9 Häuser mit 76 Bewohnern, wobei sämtliche Besitzer Dominikalhäusler waren. Ab 1837 wurden die Grundstücke des ehemaligen Meierhofes immer wieder verpachtet. 1839 waren es 15 Häuser und 106 Einwohner, und 1924 nennt Micko den Ort, der 1848 zur Gemeinde Waier kam, mit 17 Häusern und 132 Bewohnern, von denen 9 im ersten Weltkrieg fielen.

Das Bernsteiner Forsthaus war der einstige Meierhof und gehörte zur Herrschaft Ronsperg.

Bernstein war nach Waier eingepfarrt. Vor 1786 gehörte es zur Pfarrei Muttersdorf.

Josef Bernklau nach Johann Micko